Gabi Reiterlebenslauf

Ich reite inzwischen seit dem Jahr 1976. Angefangen hat alles mit dem beliebten Ponyreiten. 1978 bekam ich mein erstes eigenes Pony. Leider konnte ich es nicht lange mein Eigen nennen, da es nach langem hin und her schließlich für nicht reitbar erklärt wurde.
Ein Verwanter meiner Mutter hatte einen Ponyhof im Raum Stuttgart, wo meine Geschwister und ich jede freie Minute verbracht haben. So hatte ich die Möglichkeit meine Zeit trotzdem bei den geliebten Vierbeinern zu verbringen. Als ich 13 Jahre alt war bekam ich meine erste Reitbeteiligung auf einem Norweger. Parallel dazu hatte ich auf einem Trakehner Reitunterricht (Dressur und Springen). In den Ferien half ich auf dem Hof aus und ritt zeitweise bis zu 4 Pferde. Genau zu dieser Zeit hatte ich meinen ersten Kontakt zu einem Paint Horse. Das Pferd gehörte Andreas. Er zeigte mir voller Stolz seine neueste Errungenschaft: ein
QH Wallach aus den USA. Als ich dieses Pferd vor mir sah war mein erster Satz „Ist der dick!“. Er war entsetzt und sagte „Das sind alles Muskeln!“.
Ich sah zu diesem Zeitpunkt das erste Mal in meinem Leben ein QH und nach näherer Betrachtung war ich überwältigt und enttäuscht zu gleich, ein derart tolles Pferd nie besitzen zu können. Zu diesem Zeitpunkt war so ein Pferd unerreichbar für
mich.
Im Jahr 1987 bekam ich einen Haflinger den ich leider nicht lange hatte, ich habe Ihn bei einem Unfall verloren. Im Jahr 1990 kaufte ich mir einen Traber-Vollblut Wallach, der angeblich nicht gerade rittig war. Ein Jahr später nahm ich meine erste Westernreitstunde bei Dieter Ludwig, dann regelmäßig alle 14 Tage. Nach drei Monaten hatten wir das Pferd einigermaßen
im Griff und ich wollte mehr, da ich großen Spaß an der Westernreiterei gefunden hatte. Ich habe ihn verkauft und mir 1994 eine einjährige Paint Stute namens Fergie gekauft. Auf einem Jährling kann man natürlich nicht reiten und so überbrückte ich die Zeit und ritt einen Paint Horse Hengst. Ich stellte ihn unter anderem auch 1998 in Baden-Baden auf dem Quarter-Mile-Rennen vor und holte Gold.
Fergie machte sich gut. Ich ritt sie selber ein und trainierte sie auf Pleasure. 1996 belegte ich den 1. Platz bei der Paint Horse Pleasure Paderborn und wurde Deutscher Meister. Außerdem war ich Siegerin in 5 von 6 Turnieren in Pleasure Amateur.
Anfang ´97 habe ich Fergie aus privaten Gründen verkaufen müssen.
1998 kaufte ich mir einen Appaloosa Hengst. Dandy war zu der Zeit ein halbes Jahr alt. 2001 habe ich ihn eingeritten. Er war als Hengst sehr schwierig und letztendlich musste ich ihn legen lassen.
Als ich Anfang 2003 im Internet stöberte entdeckte ich meine GV Dry Karat Lena. Mein einziger Gedanke war Dieses Pferd musst du haben! Ich habe den Wunsch in den Himmel geschickt. 4 Tage später kam eine Bekannte mit einer Freundin und sie wollte Dandy kaufen. Ich konnte mir endlich meinen lang ersehnten Wunsch erfüllen: mein eigenes Quarter Horse (20 Jahre später)
Bis Lena alt genug war um eingeritten zu werden, stellte mir Eberhart Kleinmann seinen Hengst zur Verfügung „The Final Coke“ (Fifi). 2004 war GV Dry Karat Lena dreijährig und ich begann sie sanft einzureiten. Sie ist sehr gelehrig und willig etwas zu lernen. Inzwischen habe ich sie zu einem erfolgreichen Allrounder ausgebildet.
2004 habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht und habe Jung-, Problem-, sowie auch Turnierpferde in Beritt. 2005 begleitete ich Gesa Meier-Bidmon als Equidenpass-Inspektor auf den Fohlenschauen und konnte sehr viel lernen.
2006 kam Kay Wienrich´s Hengst Black Jac 1997 zu uns auf den Hof, Am Wochenende gebe ich regelmäßig Versatility-Kurse, die von den Teilnehmern sehr gut angenommen werden. Ich habe dieses Jahr meine Richterprüfung absolviert und bestanden. Dafür möchte ich mich noch herzlich für die tatkräftige Unterstützung, insbesondere bei Michaela Kayser, Dagmar Zenker, Jürgen von Bistram, Torsten Haier und der DQHA bedanken.
2008 haben wir einen weiteren Hengst bei uns aufgenommen „Most Likely Olena“, der ist einfach nur Klasse. 2010 werden seine ersten in Deutschland gezogene Fohlen auf die Welt kommen.